Vom kleinen Gitarrenstudio zum erfolgreichen Unternehmen

Vor rund 30 Jahren entstand aus einem kleinen Gitarrenstudio am Kemptner St. Mang Platz mit der Übernahme des traditionsreichen Musikgeschäfts und der Musikschule „Harmonika Steiner“ eine private Musikschule, die Musikschule Hingerl. Gründer und Inhaber Valentin Hingerl hatte schon im Alter von 22 Jahren sein Hobby – die Musik – zum Beruf gemacht und tagsüber mit Gitarrenunterricht seinen Lebensunterhalt bestritten. Abends stieg er um auf Kontrabass und war europaweit in verschiedenen Jazzkombinationen zu hören. Seit dem Abitur am Allgäu-Gymnasium in Kempten verdiente er so sein Geld.

Um mit der Geburt seines ersten Sohnes die Familie ernähren zu können, entschied er sich mit der Gründung der Musikschule Hingerl schon früh für den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit. Seine Frau, Diplom-Sozialpädagogin Maria Hingerl, unterrichte fortan die ganz Kleinen in der musikalischen Früherziehung. Zusammen bauten sie die Musikschule immer weiter aus, sie ist ein paar Mal umgezogen, größer geworden und hat sich in Kempten und Umgebung einen Namen gemacht.

Gründung des „Zentrum für Musik und Sprachen“

Mit der Erfahrung, die er durch die Leitung der Musikschule gesammelt hatte, ergriff Valentin Hingerl dann vor mittlerweile 20 Jahren eine Gelegenheit beim Schopf und übernahm zusätzlich die Leitung der inlingua Sprachschule Kempten. Der Schritt dahin war nicht leicht. Denn um eine inlingua-Lizenz zu erhalten, waren intensive Schulungen in Management, Didaktik und Pädagogik, sowie ein detaillierter Businessplan gefordert – und das alles auf Englisch.

Die Zusammenlegung der beiden Schulen zu einem „Zentrum für Musik und Sprachen“ brachte so einige Neuerungen mit sich. Das Büro ist jetzt permanent besetzt und durch den Umzug in die neuen Räumlichkeiten in der Sandstrasse stehen weit mehr Unterrichtsräume zur Verfügung. Auch die Administrationsprozesse der Schulleitung konnten durch die Fusion optimiert werden.

Die positiven Synergie-Effekte sind jeden Tag zu beobachten: Eltern, die abends zum Sprachunterricht kommen, schicken tagsüber ihre Kinder in den Musikunterricht – oder bekommen selbst Lust, noch einmal musikalische Kenntnisse aufzufrischen. Ebenso schreiben sich Eltern von Musikschülern nicht selten bei inlingua für einen Sprachkurs ein. Und es gab auch schon Musiklehrer, die gleichzeitig in ihrer Muttersprache einen Sprachkurs unterrichteten.

Dass sich Sprachen und Musik – die internationalste aller Sprachen – wunderbar ergänzen, beweist der Erfolg des Unternehmens. Durch jahrelange harte Arbeit, viel Engagement und mit ganz viel Herzblut ist das kleine Gitarrenstudio mit drei Lehrern zur größten inhabergeführten Musikschule im Raum Kempten herangewachsen. Und die inlingua Sprachschule Kempten ist einer der führenden Anbieter für Sprach- und Integrationskurse im Allgäu. Zahlreiche große, im Allgäu stationierte Firmen wie Dachser, Multivac und Swoboda zählen auf die berufsspezifischen Sprachprogramme vor allem im Bereich Business- und Technical-Englisch. Für ausländische Neuankömmlinge im Allgäu ist inlingua Kempten eine der ersten Anlaufstellen für Deutsch- und Integrationskurse.

Familienbetrieben und Werteorientiert

So manches ist aber trotz der vielen Veränderungen gleichgeblieben. Im Musikunterricht stand der Spaß am Musizieren schon immer an erster Stelle, und das ist auch heute noch so. Von Anfang an wurde die Musikschule außerdem in der Familie geführt. Bis zum Alter von 85 Jahren kümmerte sich Anna Hingerl um die Buchhaltung, während ihr Sohn bis zum heutigen Tag die beiden Schulen erfolgreich leitet. Mittlerweile ist auch die nächste Generation in die Administration mit eingestiegen. Viktoria Hingerl-Gabrysch – eines von vier Kindern in der Familie – bringt ihre Berufserfahrung als Online-Redakteurin, sowie ihre Erfahrungen als Deutschlehrerin bei inlingua München und Paris in das Unternehmen mit ein, und wird vielleicht in der Zukunft in die unternehmerischen Fußstapfen ihres Vaters treten.